02/2017 von

Faller Bus-System Citaro

Nachdem das Tomytec Bussystem bereits hier im Blog aus technischer Sicht vorgestellt wurde, kann auch ein Blick auf die Busse als solche nicht schaden. Denn das zu dem System gehörende, sehr gelungene Modell eines O530 Citaro I Facelift ist eine Formneuheit eines modernen Stadtbusses, den es bisher auf dem N-Markt noch nicht gab. Und da das Busfahrwerk vom Modell getrennt geliefert wird, sind diese Busse auch als Standmodelle für den Epoche V-VI Bahnhofsvorplatz hervorragend geeignet.

Zum Vorbild:

1997 brachte Daimler Benz seine neue Stadtbusbaureihe O 530 unter dem Produktnamen „Citaro“ auf den Markt, die dann im Jahre 2006 einem Facelift unterzogen wurde. Das deutlichste Unterscheidungsmerkmal der beiden Varianten ist dabei die in der ersten Baureihe waagerecht geriffelte und beim Facelift glatte Fläche unter der Frontscheiben, aber auch an geänderten Rückleuchten können die beiden Typen unterschieden werden.

Beide Varianten, mittlerweile ergänzt durch die Nachfolgebaureihe Citaro II, die sich optisch besonders durch stärker gerundete Lampen und eine über das Dach verlängerte A-Säule unterschiedet, prägen heute das Bild des modernen Stadtverkehres in Europa.

Mittlerweile gibt es verschiedene Untervarianten mit 2 oder 3 Türen, mit und ohne Klimaanlage, als Gelenkbus, Low-Entry-Bus usw.

Als Vorbild für das Tomytec-Modell dient dabei das Citaro I Facelift von 2006 in der Standardvariante mit 2 Türen und Klimaanlage. Das ist insofern positiv zu erwähnen, als dass es sich nicht um eine Doppelentwicklung zum Citaro-Modell von Ritze handelt, da dieser die erste Variante von 1997 zum Vorbild hat.

Das Modell:

Zuerst vorweg: Der erste Eindruck ist durchweg positiv und mit das gelungenste Busmodell der moderneren Epochen. Das hier vorgestellte Modell kommt in der verkehrsroten Lackierung „Rhein-Neckar-Bus“ daher und ist im Raum Mannheim/Ludwigshafen im Einsatz. Diese relativ neutrale Lackierung als Bahnbus mit DB-Logo ist jedoch Deutschlandweit zu finden, nur die kleinen Schriftzüge und die angeschlagen Ziele lassen den genauen Einsatzraum erkennen. Darüber hinaus werden aktuell Varianten der Hamburger Hochbahn, als Schweizer Postbus und in einer neutral silbernen Präsentationslackierung angeboten.

Bei dem Tomytec Citaro handelt es sich in zweierlei Hinsicht um das aktuellste Busmodell in Spur N: Zum einen ist es die beim Vorbild aktuellste Baureihe die als Modell erhältlich ist und damit für den Epoche VI-Bahner ideal geeignet, zum anderen ist es auch ein Modell auf dem aktuellen Stand der Technik, sowohl was den Formenbau als auch die Bedruckung betrifft.

Ein paar technische Fakten:

- Extra eingesetzte Fensterscheiben

- Scheinwerfer/Rücklichter als Lichtleiter - Beleuchtung über Motorfahrwerk oder natürlich auch per Selbstbau damit möglich

- Vollständig bedruckt mit Rollstuhllogo, Citaro-Schriftzug, Kennzeichen usw.

- Detaillierte Felgen

- vollständige Inneneinrichtung

- Aufgedruckte Scheibenwischer

- Komplett zerlegbar in Bodengruppe, Sitze, Seiten, Front, und Heckscheiben, Gehäuse

Aus Sicht des Formenbaus ist das Modell damit auf dem Niveau des ebenfalls neu konstruierten O 405 Stadtbusses von Minitrix, der jedoch ein Vorbild aus den 80ern und 90ern darstellt. Die Bedruckung ist aber noch eine Nummer feiner, was man an den bereits erwähnten lesbaren Kennzeichen, Anschriften und detaillierten Rollstuhllogos erkennen kann.

Auch die Proportionen des Vorbildes sind sehr gut getroffen, außer dass wie bei jedem LKW oder Busmodell in Spur N die Außenspiegel fehlen. Einziger Kritikpunkt beim Formenbau sind offenbar nicht ganz sauber entfernte Gussgrate an den Seitenscheiben, so dass beim Ansichtsexemplar eine kleine Spalte links hinten über dem Schriftzug „Rhein-Neckar-Bus“ erkennbar ist. Da sich das Modell jedoch sehr gut in seine Einzelteile zerlegen lässt, ist das mit einem Cutter leicht zu beheben.

Aber damit gleich zu einem weiteren positiven Punkt: Das Modell ist wunderbar zerlegbar: Bodengruppe und Sitze lassen sich leicht nach unten heraus Klipsen, was natürlich dem Einbau des Motors dient, aber auch das Einsetzen von Fahrer und Reisenden zum Kinderspiel macht. Von Innen lassen sich dann auch die Scheiben in alle Richtungen hinaus drücken. Übrig bleibt dann das Rohgehäuse, was sich damit sehr gut zum Basteln und Umlackieren eignet und auch das ggf. sinnvolle Entfernen von Gussgraten schnell von der Hand gehen lässt.

An Front- und Heckscheibe sind, wie auf dem Foto zu erkennen, noch kleine Gehäuseteile angesetzt, die sich auch noch einmal separat abnehmen lassen. Die beim Einsätzen ins Hauptgehäuse unvermeidbaren Nähte sind jedoch sehr gut kaschiert, da sie deckungsgleich mit beim Original-Citaro vorhandenen Spalten sind.

Der Vergleich mit den anderen in N verfügbaren Stadtbusmodellen zeigt noch einmal den vergleichbaren technische Stand zum gelungenen Trix O 405, die perfekte Bedruckung setzt aber nochmal einen besonderen Akzent.

Fazit:

Unabhängig von dem selbstfahrenden Bussystem ist Tomytec mit dem Citaro Stadtbus der Einstand in den Markt mit Modellen nach Deutschem Vorbild auf Anhieb gelungen: Optisch ein Modell auf dem aktuellen Stand, ein gut gewähltes aktuelles Vorbild und, abgesehen von kleinen Gussgraten, sehr geschickt konstruiert.

Faller Bus System mit Citaro bei DM-Toys

 

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