09/2015 von

Der MAN F 90 mit Vierachs-Schwanenhals-Tieflader

Lemke hat schon seit einigen Jahren verschiedenste Versionen des MAN F 90 in seinem „minis“-Programm. Speziell für DM-Toys wurde dort jetzt eine dreiachsige Variante gefertigt, um eine passende Zugmaschine für die neue Serie „Schwertransport“ Spur N zu besitzen. Der Schwanenhals-Tieflader-Auflieger dagegen wird von DM-Toys selbst hergestellt. Bei der Best.-Nr.17014 handelt es sich um einen vierachsigen sog. Zwischentieflader, da die Ladefläche zwischen den hinteren Rädern und den Rädern der Zugmaschine angebracht ist, und somit extrem niedrig liegt.

Das Vorbild

1986 stellte der (unter anderem) LKW-Produzent MAN die Frontlenker-Baureihe F 90 vor. Bereits ein Jahr später erhielt das Fahrzeug die Auszeichnung „Truck of the Year“. Ein wesentliches äußeres Unterscheidungsmerkmal zum Vorgänger F 9 stellten die in die Stoßstange integrierten Blinker dar. Auch das MAN-Logo wurde modernisiert. Erstmals entfielen die Punkte zwischen den drei Buchstaben im Kühlergrill. Darunter war wieder der „Braunschweiger Löwe“, das Logo der 1971 von MAN übernommenen Firma Büssing angebracht. Der F 90 wurde zunächst mit Reihensechszylinder-Motoren mit 290, 330 und 360 PS angeboten, dann kam ein V 10-Motor mit 460 PS dazu. Die spätere Top-Motorisierung war ein 500 PS starker V 10. Lange Zeit war damit der F 90 der stärkste europäische LKW. 1994 wurde die Produktion eingestellt und durch die Baureihe F 2000 ersetzt.

Als Tieflader werden Schienen- und Straßenfahrzeuge mit besonders tief liegender Ladefläche zum Transport großer und schwerer Lasten, wie z.B. Baumaschinen, Fertiggaragen, Großtrafos etc. bezeichnet . Diese tief liegende Ladefläche hat zwei Vorteile: Zum einen kann sie leichter beladen werden, zum anderen ist es durch sie möglich, auch mit hoher Ladung noch niedrige Brücken, Tunnels und Bahnübergänge mit Fahrleitungen unterfahren zu können.

Die Optik

Die Form der Zugmaschine ist sehr gut getroffen. Der Kühlergrill, die Haupt- und Nebelscheinwerfer und die Blinker sind sehr sauber ausgeführt. „MAN“ ist sehr gut lesbar, und auch der „Büssing-Löwe“ ist mit der Lupe noch einwandfrei erkennbar. Schade, dass die „amtlichen Kennzeichen“ nicht wenigstens durch eine entsprechende weiße Fläche angedeutet sind. Auch auf eine Bedruckung der Türgriffe und Nachbildungen der Rückspiegel hat man verzichtet. Die Felgen sind sehr detailliert ausgeführt, wobei die erste Achse sogar andere als die zweite und dritte Achse besitzt. Eine Sattelplatte zur Aufnahme des Königszapfens des Aufliegers ist angedeutet, ebenso wie eine Kardanwelle auf der Unterseite.



Da Tieflader-Auflieger beim Vorbild oft Einzel-Spezialanfertigungen von verschiedenen Herstellern sind, kann zur Vorbildtreue des DM-Aufliegers nicht viel gesagt werden. Auf jeden Fall sieht er mit seiner vorderen separaten Ladefläche und den hinteren vier Achsen sehr imposant aus. Auch hier sind die Felgen mit den weichen Zwillingsreifen sehr gut gelungen.


Die Technik

Wie beim großen Vorbild ist die Kranbrücke verschiebbar, um verschiedene Ladesituationen darstellen zu können.

Das Fazit

Mit dem MAN F 90 mit vierachsigem Schwanenhals-Tieflader hat DM ein interessantes und gut ausgeführtes Schwertransport-Fahrzeug im Angebot. Der N-Bahner könnte noch Spiegel nachrüsten, Nummernschilder anbringen und die Ladeflächen nach eigenen Vorstellungen farblich gestalten.



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